Emanuel Hegenbarth Emanuel Hegenbarth
Kgl. Sächs. Akademie-
Professor 1904
Villa Stolzenfels Villa Stolzenfels
Emanuels Wohnsitz
in Dresden-Loschwitz
Emanuel Hegenbarth

„Bilde, Künstler, rede nicht!“


Dies war der Leitspruch des 1903 zum Professor der Tierklasse an der Dresdener Akademie ernannten Malers Emanuel Hegenbarth, der keine großen Diskussionen über die Kunst liebte. Doch Emanuel tauschte sich mit seinem jüngeren Vetter Josef Hegenbarth sicher insbesondere auch über die Kunst aus: Josef war bei Emanuel oft zu Gast, er bezeichnete ihn als seinen Lehrer in den Jahren 1905–1908.

Emanuel Hegenbarth malte neben Landschaften und Stadtszenen bevorzugt Tierbilder, speziell Rinder und Pferde. In impressionistischer Manier sind Licht- und Farbeindrücke, die eine atmosphärische Stimmung erzeugen, in seinen Bildern bestimmend. In den letzten Jahren löste er sich davon: Kontrastreiche Farbflächen mit vereinfachten Konturen dominieren seine Gemälde.

Lebensstationen Emanuel Hegenbarths

1868
Am 14. Januar in Böhmisch-Kamnitz (Česká Kamenice) geboren

1884
Studium an der Kunstakademie in München

1886
Abbruch des Studiums. Kaufmännische Ausbildung an der Handelsschule in Leipzig, anschließend Mitarbeit in der väterlichen Glasraffinerie

1892
Wiederaufnahme des Studiums in Berlin und München

1895
Eintritt in die Münchener Tiermalklasse von Heinrich von Zügel, einem der Mitbegründer der Neuen Secession in Wien

1901
Freischaffender Künstler in München

1902
Heirat mit Zügels ältester Tochter Anna Emilie

1903
Ruf an die Königlich Sächsische Akademie der Bildenden Künste in Dresden: Professor für die neu eingerichtete Tiermalklasse. Niederlassung in der Villa Stolzenfels in Dresden-Loschwitz

1906 und 1907
Geburt der Tochter Elise Eleonore. Geburt des Sohnes Franz Heinrich

1917
Übersiedlung in das Ferienhaus Zügels nach Murrhardt im Schwäbischen Wald. Erfolgreiche Magenoperation

1918
Rückkehr nach Dresden

1923
Erneut auftretende Krankheitssymptome. 18. Juli: Tod nach einer Operation

erstellt nach: Elisabeth Feilen, Emanuel Hegenbarth. Biographie und Œuvre zusammengestellt von Franz Hegenbarth. Recklinghausen 1984.