Presse


08.12.2016

Berliner Zeitung

Teufels Großmutter. Und "Zwei auf einen Streich": Ausstellungen über den Zeichner Josef Hegenbarth

Zwei auf einen Streich! Das ist, in Abwandlung, ein Grimm′sches Märchen. Und es sind literarische Illustrationen von Josef Hegenbarth und Max Lingner. Ein Wechselspiel von Pinsel- und Federzeichnungen, Aquarellen und Lithografien wie auch illustrierte Bücher der beiden Künstler zu Werken der Weltliteratur, zu sehen in der Berliner Hegenbarth-Sammlung. Josef Hegenbarth (1884-1962 ) und Max Lingner (1888- 1959) lernten sich 1908 während ihres Studiums bei Carl Bantzer an der Dresdener Akademie kennen. Hegenbarth blieb nur kurz in der Klasse, Lingner beendete sein Studium 1914. Danach standen beide in Verbindung, wenngleich sich ihre Lebensläufe weit auseinanderbewegten. Hegenbarth blieb in Dresden, Lingner ging nach Paris, kehrte erst nach dem Krieg zurück - nach Ost-Berlin, wo er dann das große Wandbild am heutigen Finanzministerium in Mitte malte.
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22.10.2016

Neues Deutschland. Sozialistische Tageszeitung

Dramatische Welten. Literarische Illustrationen von Josef Hegenbarth und Max Lingner. Von Klaus Hammer

In Zusammenarbeit mit der Max-Lingner-Stiftung zeigt die Hegenbarth Sammlung Berlin in ihren Räumen in der Nürnberger Straße Aquarelle, Zeichnungen, Radierungen und Lithografien von Josef Hegenbarth zum »Nibelungenlied« , zu Goethes »Faust I«, zu dessen Ballade »Erlkönig« und Tierepos »Reineke Fuchs«, zu Schillers »Lied von der Glocke«, zu Grimms Märchen, zu Werken von Kleist, Hauff, Flaubert, Oscar Wilde und Gogol sowie Feder- und Pinselzeichnungen von Max Lingner zu Alexandre Dumas' Historienroman »Königin Margot« und »Der Graf von Monte Christo«, Victor Hugos letztem Roman »Dreiundneunzig«, Charles de Costers belgischem Nationalepos »Tyll Ulenspiegel« und Eugène Pottiers »Internationale«. Hier werden zwei bedeutende experimentierfreudige Buchkünstler präsentiert, die sich keineswegs nur eines textbegleitenden Illustrationsstils bedienen, sondern in der Auslegung des jeweiligen literarischen Stoffes markant ihre eigene Subjektivität durchsetzen.
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15.08.2015

Der Tagesspiegel

Maler Josef Hegenbarth. Auf leisen Flügeln. Eine private Berliner Sammlung widmet sich dem Werk des Malers Josef Hegenbarth und greift ein großes Thema seines Schaffens auf: Tiere. Von Christiane Meixner

Nicht weit vom Berliner Zoo versammelt sich in einem eher kleinen Gehege eine ziemliche Menagerie. Hier laufen Hunde übers Papier oder lassen sich gleich zum Geschäft nieder wie auf einer körnigen Schwarz-Weiß-Fotografie von Karin Székessy aus dem Jahr 1964. Ein winziger Elefanten stampft bei Ayse Erkmen durch die Savanne, sanfte Kühe mit überlangen, femininen Wimpern blicken einen aus den Aquarellen von Piotr Dluzniewski an. „Gestatten Sie bitte, daß ich liegen bleibe“, nennt der Künstler aus Köln seine feinen, in diesem Jahr entstandenen Blätter.
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21.01.2008

Neues Deutschland. Sozialistische Tageszeitung

Die Welt im Pinselstrich. Geheimtipp: Hegenbarth in der Alten Feuerwache Eichwalde. Von Harald Kretzschmar

Er war ein ganz außergewöhnlicher bildender Künstler: Josef Hegenbarth, 1884 bis 1962. Früh aus dem böhmischen Raum in die Kunstmetropole Dresden gekommen, entfaltet sich spät sein künstlerisches Ingenium zu einer größeren Ausstrahlung. Zeichnerisch scharf und malerisch bewegt inszeniert er voller Phantasie menschliche und tierische Lebensabläufe. Vital hochgespannt und doch hypersensibel zerbrechlich, bewältigt er bis ins hohe Alter ein immenses Arbeitspensum als Illustrator der Meisterwerke der Weltliteratur. Mit großem literarischen Einfühlungsvermögen übersetzt er dramatische und sagenumwobene, prall drastische und tief poetische Texte ins Bildliche.

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26.06.2006

Presseinformation Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Szenen aus dem Leben. Zeichnungen von Josef Hegenbarth aus den Jahren 1930 bis 1960. Ausstellung im Josef-Hegenbarth-Archiv Dresden 11.07.-31.10.06

Die neue Sonderausstellung im Josef-Hegenbarth-Archiv präsentiert eine Auswahl von ungefähr 40 farbigen Blättern und Graphiken, die in der zweiten Hälfte der zwanziger Jahre entstanden.
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